Das Cove Wiki

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Pikee

hellblaues pikee

Was ist ein Pikee (Piqué)?

Ein Baumwollstoff, der durch besondere Webart ein reliefartiges Muster hat und ihm ein sehr plastisches Aussehen gibt. Sein Name kommt aus dem Französischen (piquer= steppen) und gibt Aufschluss über die Art und Weise seiner Herstellung.

Wie wird ein Pikee (Piqué) hergestellt?

Als Spezialbindung mit mehr als den gewöhnlichen zwei Fadensystemen (Kett- und Schußfadensystem) verläßt der Pikee (Piqué) die Zweidimensionalität der Fläche und erschließt sich den Raum in Form von Volumen. Man spricht von Doppelgeweben, die ein (feines) Ober- und ein (grobes) Untergewebe (Grundgewebe) haben. Diese beiden Flächen sind durch die Steppkette partiell einander eingebunden, sodass sie aussehen, als seien sie aneinander gesteppt. Die feine Steppkette drückt die Füllschüsse an das Obergewebe und erzeugt so den plastischen Effekt.
Im allgemeinen wird ein Pikee mit vier Fadensystemen als echter Pikee bezeichnet und mit seiner französischen Schreibweise gekennzeichnet.

Waffelpikee: Der Frack – Symbol zeitloser Eleganz

Als Westenstoff für die Abendgarderobe der französischen Nobless des 19.Jahrhunderts ist er uns als obligates Tuch für die Frackweste, die Hemdenbrust und den dazugehörigen Frackschleife vorgeschrieben. Sein charakteristisches quadratisches Aussehen bekommt der Waffelpikee durch das regelmäßigen Einbinden (Fadenflottung) der Schußfäden, die nach innen hin verkürzt verlaufen und so das beliebte Waffelmuster schaffen. Es sei betont, dass es sich beim Waffelpikee um ein Zweifadensystemgewebe handelt.

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