Der Mantel nach Maß bei cove&co

Es ist eigentlich verblüffend, dass der Mantel in unseren Landen im Gegensatz zu Südeuropa ein eher stiefmütterliches Dasein führt. Als Unternehmen, das sich der klassischen Kleiderkultur verschrieben hat, möchte cove&co einen Beitrag zur Renaissance dieses ebenso praktischen wie stilvollen Kleidungsstückes leisten. Betrachten Sie doch den Mantel einmal als Ouvertüre für Ihre darunter getragene Garderobe. Setzen Sie zum Beispiel mit der Wahl des Futterstoffes individuelle Akzente oder mit Rückenschlitzen, mit Ein- oder zweireihigen Knopfleisten oder außergewöhnlichen Taschenschnitten. Bei einem maßgefertigten Mantel von cove&co ist vieles möglich. Denn alle Ausstattungsvarianten des Sakkos gelten in der Regel auch für unsere Mantelformen.
Und doch – im Grunde unterscheidet man „nur“ vier verschiedene Manteltypen.

Bei cove&co wird jedes Ihrer Kleidungsstücke nach Ihren persönlichen Körpermaßen und individuellen Vorlieben gefertigt. Mit großer Liebe zum kleinsten Detail, berät Sie unser sachkundiges Team, sowohl in stilistischen als auch in fachlichen Fragen.
cove&co bietet Ihnen eine riesige Auswahl an Ober- und Futterstoffen namhafter Weber, an Schnitten, Knöpfen und vielen exklusiven Extras. Denn es sind die Details, die Ihrem Kleidungsstück die ganz persönliche Note verleihen. Dazu gehört natürlich auch, wenn Sie es wünschen, Ihr eingesticktes Monogramm. Nach einer einmaligen Vermessung in einem unserer Ateliers sind Ihre Daten bei uns hinterlegt und Sie können jederzeit ganz einfach Ihre Garderobe nach Maß ergänzen.

Der Trench Coat

Der klassische Trenchcoat wird aus wasser- und windabweisendem Baumwollgabardine gefertigt. Zunächst wurde er für militärische Zwecke entworfen und ausschließlich den Offizieren ihrer Majestät vorbehalten, die ihn im Ersten Weltkrieg als »Schützengrabenmantel« trugen. Das Sattelstück an der Schulter und die Schulterklappen erinnern noch heute an die militärische Vergangenheit des Trenchcoats. Spätestens seit Humphrey Bogart ist der Mantel jedoch im zivilen Leben angekommen. In unserer zeitgemäßen Interpretation fertigen wir den Trench auch mit Ihren Wunschdetails und sämtlichen Mantel-Optionen an.
Ein Mantel nach Maß ist gerade hierzulande noch sehr selten. Funktionsjacken, dicke Daunenparkas oder abgewetzte Wachsjacken werden gerne über dem Anzug oder dem Sakko getragen. Über Geschmack lässt sich hier sicherlich streiten. Schöner ist aber mit Sicherheit ein Mantel nach Maß. Immerhin lassen sich hier Funktion und Individualität verbinden. Ideal dafür geeignet ist Loro Piana‘s Storm System®. Es kombiniert die hervorragende, thermische Isolationseigenschaft einer natürlichen Faser mit der Funktion eines technischen Materials. Durch die spezielle Ausrüstung ist der Stoff vollständig atmungsaktiv, gleichzeitig wasserabweisend, schmutzunempfindlich und auch windundurchlässig. Die ideale Basis also, für einen treuen Begleiter im Alltag.

Varianten

Zahlreiche unserer Kunden, die auf einen gut sitzenden Anzug großen Wert legen, sind Mantelmuffel. Sie glauben, ohne ihn durch den Winter zu kommen. Oder sie erwerben ein gesichtsloses Exemplar von der Stange, weil es eben auch im Zeitalter von Parkgaragen ganz schön kalt werden kann, zum Beispiel im Flughafenbus, auf dem Bahnsteig oder auf dem Weg zu einem netten Restaurant. Dabei bietet gerade der Maßmantel viele Möglichkeiten, mit Tuchen und Accessoires zu spielen und sich dadurch vom Einheitslook abzusetzen. Schon kleine Details, wie ein in Alcantara abgesetzter Oberkragen zeigen große Wirkung.

Der Crombie Coat

Ein heißer Tipp für nass-kalte Tage – Der Crombie Coat ist der klassische englische Stadtmantel. Kein Wunder, man kann sich für ihn besonders gut an den kalten, nassen Tagen des bekanntermaßen auf der Insel so ungemütlichen Herbstes und Winters erwärmen. Crombie bezieht sich dabei eigentlich auf den Oberstoff, ursprünglich eine Tuch-Spezialität der Crombie-Weberei. Mittlerweile wird allerdings jeder weit geschnittene und aus dickeren Wollstoffen gefertigte Mantel so bezeichnet. Der großzügige Schnitt des Crombies bietet besonders an kalten Tagen ausreichend Platz für die Zwiebeltaktik: Eine Cordjacke oder ein Tweed-Sakko und ein Kaschmirpullover passen meist noch problemlos unter den Mantel.

Der Chesterfield Coat

Eleganz auf Taille  –  Der Chesterfield Coat kam im England des 19. Jahrhunderts in Mode und soll auf ein Mitglied der weitverzweigten Familie der Earls of Chesterfield zurückgehen. Unklar ist jedoch, ob der noble Herr den Mantel seines Namens auch wirklich erfunden hat. Der knielange ein- oder zweireihige Chesterfield besticht, wie könnte es anders sein, durch seine Eleganz auf Taille. Durch den meist grauen Fischgratstoff und den schwarzen Samtkragen macht er selbst zu Black- und White-Tie-Occasions den stilistisch besten Eindruck. Nur der Frackmantel hat ihm an Eleganz noch ein wenig voraus. Der Chesterfield Coat wird, wie bereits angedeutet, mit starker Taillierung sehr körpernah geschnitten und der Mantelsaum sollte das Knie bedecken. Beliebte Ausstattungsoptionen für den Chesterfield sind die Billetttasche und die Schneiderhandkante am Revers.

Der Covert Coat

Robuster Begleiter durch das Jahr  –  Ursprünglich konzipiert als Reit- und Jagdmantel verfügt der Covert Coat über einen robusten Charakter und hat sich als bequemes Kleidungsstück für die Nutzung von Karossen mit mehr als nur einer Pferdestärke bewährt. Der einreihige – wie der Chesterfield taillierte – Covert Coat hat im Gegensatz dazu allerdings eine verdeckte Knopfleiste und einen kürzeren Mantelsaum. Auch sollte ein Covert Coat über dem Knie enden, deshalb schneidern wir ihn bei cove&co exakt nach Ihren Maßen. Daneben unterscheidet er sich vom Chesterfield auch durch den verwendeten Oberstoff: ein leichter Twill bis ca. 400 Gramm. Die typische Farbe ist ein leicht meliertes Braun, dazu passend hat der Covert Coat meist einen dunkelbraunen Samtkragen. In unseren Breitengraden wird der Covert Coat – je nach Wetterlage – ganzjährig getragen. Ein echter Klassiker, nicht nur für den britischen Gentleman.

Paletot

Die Metamorphose des Sakkos – Der Sakkomantel – auch Paletot genannt – ist eher der wärmeren und trockenen Übergangszeit vorbehalten. Eigentlich ist der Paletot ein auf Mantellänge verlängertes Jackett, weshalb man in ihm auch die Metamorphose vom Sakko zum Mantel sehen kann. Er wird aus Anzug- oder Sakkostoffen gefertigt und ist somit für kalte Winter- und Regentage nicht unbedingt geeignet. Allerdings begleitet der Paletot Sie bei durchschnittlichen Wetterbedingungen das ganze Jahr über. Wir empfehlen bei der Oberstoffwahl die Gewichtsklasse über 270 Gramm pro laufenden Meter. Den einreihigen sowie den doppelreihigen Paletot schneidern wir mit drei auf Stil genähten Schließknöpfen und Rückenschlitz. Optional erhalten Sie den Einreiher auch mit verdeckter Knopfleiste.

Tuche

Mantelstoffe müssen – im Unterschied zu Anzugtuchen – vor Wind und Wetter schützen. Daher sind Mantelstoffe in der Regel deutlich dicker und fester und somit auch erheblich schwerer als Anzugtuche. Ein Übergangsmantel beginnt in der Gewichtsklasse um 300 bis 400 Gramm und endet bei etwa 600 Gramm für einen St.-Moritz-tauglichen Wintermantel. Neben dem Gewicht spielt die Faserart eine wesentliche Rolle für die Eigenschaften des Manteltuchs: Schurwolle, Kaschmir und Vikunja eignen sich besonders gut für Wintermäntel. Gerne wird auch eine Mischung dieser Gewebe verwendet, um die positiven Eigenschaften verschiedener Fasern zu vereinen.

Kamelhaar

Kamelhaar ist eine geradezu ideale Mantelware: Robust und störrisch –  wie das Kamel selbst – hält dieses Haar dem Träger nasskalte Wintertage vom Leib. Durch die textilen Künste veredelt, wird das Kamelhaartuch zu einem weichen, seidig glänzenden und langlebigen Mantelstoff. Das in Asien und Afrika beheimatete Kamel verfügt übrigens gleich über zwei grundverschiedene Haarsorten. Das Grannenhaar oder Deckhaar ist schlicht und grob, während das Flaumhaar, das Unterhaar, gekräuselt und fein ist. Für das Kamel angenehm werden seine Haare weder geschoren noch ausgekämmt, sie fallen im Frühjahr büschelweise aus. Für maßgeschneiderte Kamelhaarmäntel findet ausschließlich das wertvollere, leicht und gut verspinnbare Flaumhaar Verwendung. Bedingt durch die Seltenheit, Weichheit und Feinheit wird das Flaumhaar oft mit Schurwolle gemischt verarbeitet.

Kaschmir

Auch wenn der Stoff extreme Feuchtigkeit nicht besonders mag, ein Kaschmir-Mantel überzeugt durch andere unübertroffene Eigenschaften und Merkmale: die fast fließende Konsistenz des Materials, der seidige Schimmer seiner Oberfläche, die Flauschigkeit beim Tragen, seine elegante, kostbare Ausstrahlung und – nicht zuletzt – eine Widerstandsfähigkeit, die man ihm auf den ersten Blick gar nicht zutrauen würde. Für einen edlen Wintermantel empfehlen wir reines Cashmere von Loro Piana mit einem Gewebegewicht von 480 Gramm pro laufenden Meter. Für diesen Mantelstoff werden nur ausgewählte Kaschmirfasern verwendet, die der strengen Qualitätskontrolle des weltgrößten – übrigens zu Loro Piana gehörenden – Kaschmirfaserlabors unterliegen.