TUCHE FÜR HEMDEN

Der Stoff, aus dem die Hemden sind

Die wichtigste Entscheidung bei der Anfertigung eines Maßhemdes ist die Stoffauswahl. Übersichtlich gegliedert nach den aufgezeigten Merkmalen finden Sie auf dieser Seite einen Auszug aus unseren Hemdenstoffen. Vermissen Sie etwas? Wir senden Ihnen gerne Originalstoffmuster zu.

Was die Farbe des Hemdes angeht, weiß jeder, dass Herren im lila Hemd weder Kanzler noch Vorstand werden können. Zum Glück gibt es ja noch eine Vielzahl anderer interessanter -Berufe – und attraktiver Hemdentuche. Wie erwähnt, hat das weiße Maßhemd unter dem Jackett – jedenfalls bei offiziellen Anlässen – immer noch seinen festen Platz. In unseren Ateliers bieten wir Ihnen Weiß in zwanzig verschiedenen Varianten an. Für unseren Internetauftritt halten wir eine etwas farbigere Auswahl für angebracht, ohne jedoch ganz auf Weiß zu verzichten.

Die Klassen der Maßhemden-Tuche

Unsere Tuche für Maßhemden stammen von den renommiertesten Baumwollwebereien Europas. Sie sind aus reiner Baumwolle oder Leinen gewebt. Die Gewichte liegen zwischen 95 Gramm (sehr leicht) und 140 Gramm (mittelschwer), gemessen übrigens je Quadratmeter Stoff im Gegensatz zum laufenden Meter. Zu jedem abgebildeten Stoff sind Webart, Gewicht in Gramm, Feinheit und Zwirnung angegeben. Die Feinheit erkennen Sie anhand der Zahl vor dem Strich. So handelt es sich beispielsweise bei einem (100/…) um ein Gewebe, bei dem 100 Fäden auf einen Inch (2,54 Zentimeter) kommen. Also ein Verfahren, das der Super-100-Klassifizierung bei Anzügen ähnlich ist. Die zweite Zahl beschreibt die Anzahl der Fäden, die zu einem Zwirn (Gesamtfaden) verdreht wurden. So steht (…/2) für einen Vollzwirn, englisch 2-Ply. Ein Vollzwirn ist stabiler und langlebiger als ein Einfachzwirn (…/1), den wir hier nur als leichtes Leinentuch anbieten.

Unsere Tuch-Qualitäten

Die Popeline für Maßhemden werden aus feinen Kett- und dickeren Schussfäden gewebt. Letztere machen den kräftigen Charakter des Tuches aus. Das Oxford hingegen ist eine gröbere Webart, die weiche und zugleich strapazierfähige Gewebe liefert. Gefärbte und ungefärbte Fäden werden hierbei miteinander verwoben. Meist werden sie in Tuchbindung gewebt, manchmal jedoch auch als Köperbindung. Oxford-Hemden sind gut zu kombinieren, wirken aber weniger fein und förmlich als die Popeline. Seidiger und weicher fühlt sich das Royal Oxford an, bei dem – im gleichen Verfahren – deutlich feinere Fäden verwebt werden. Eine Mischung aus Baumwoll-Popeline und Oxford ist das Pinpoint. Hier wird langstapelige Baumwolle verarbeitet, bei der ebenfalls nur der Kettfaden gefärbt ist. Panama-Bindung nennt man die mehrfädige Tuchbindung mit einem würfelartigen Bindungsbild, wohingegen das Fil-à-Fil eine treppchenförmige Kleinmusterung darstellt, die durch einen Wechsel heller und dunkler Kettfäden entsteht. Die Feintwills sind sehr dicht und zweifädig gewebte Tuche mit charakteristischer Diagonalstruktur, wie Sie sie übrigens von den Levi’s Chinos kennen.

Für alle, die sich nun mal nicht hauptberuflich mit Tuchen für Maßhemden beschäftigen mögen (es reicht ja, wenn wir es für Sie tun!) noch ein praktischer Hinweis zur Qualitätsbestimmung der Hemdentuche: „Seifig, glitschig, speckig“, so sollte sich ein gutes Baumwollhemdentuch anfühlen, wenn man mit der Hand darüberfährt. Uns reicht es übrigens, wenn Sie uns einfach nur die Bestellnummer angeben, die rechts neben dem gewünschten Tuch aufgeführt ist.

Eine andere Frage: Braucht ein Gentleman ein Einstecktuch? Wir meinen: Ja! In die Sakkobrusttasche, in die sozialistische Politiker einst ihre Brille steckten, gehört ein Einstecktuch – entweder aus Leinen oder aus Baumwolle. Prinz Philip trägt es zumeist in weiß, einfach gefaltet mit der Umschlagseite nach oben. Aber es muss ja nicht immer Weiß sein: Passend zum Maßhemd, aus dem gleichen Stoff gefertigt (Aufpreis 10,– €), ist es eine respektable und zugleich individuelle Alternative zu Prinz Philip.