Reine Schurwolle
Reine Schurwolle
Die Wolle par excellence für jeden Anzug nach Maß
Nur die von lebenden Schafen gewonnene Wolle, die erstmalig verarbeitet wird, darf sich „100% reine Schurwolle“ oder „Pure Virgin Wool“ nennen. Ihre hervorragenden Trageeigenschaften machen die Schurwolle zum meistgetragenen Material für den Maßanzug.
Schurwolle bietet eine Vielzahl von positiven Trageeigenschaften, was sie für Maßbekleidung besonders attraktiv macht. So ist sie sehr weich und hält warm, wirkt aber zugleich Temperatur ausgleichend. Sie verfügt zudem über die höchste Elastizität aller wichtigen Naturfasern, ist hautsympathisch und atmungsaktiv.
Schurwolle ist ein „All-Season“-Gewebe. Sie ermöglicht es Ihnen, weitgehend knitterfrei und vor allem luftig durch den Sommer zu kommen, aber durch ihr hohes Wärmerückhaltevermögen auch im Winter ausreichend temperiert zu sein.
Qualitätsmerkmale 100% reiner Schurwolle
Der bekannten Klassifizierungsbezeichnung „Super 100“ liegt ein historisches englisches Qualitätsbezeichnungssystem zugrunde. Es zeigt an, bis zu welcher Garnfeinheit eine bestimmte Schurwolle ausgesponnen werden kann. Je höher dieser Wert ist, desto feiner ist die Wollfaser. Die Länge der versponnenen Fasern pro Gramm Gewicht entspricht der jeweiligen Zahl: Ein Super 100 hat also eine Faserlänge von 100 Metern je Gramm. Mit zunehmender Zahl (zum Beispiel Super 120, Super 150) werden die Fasern immer feiner und dünner, wodurch sich auch das Garn weicher und feiner spinnen lässt. Es ist jedoch ein häufiger Irrglaube, dass sich hieraus Rückschlüsse auf das Gewicht des Tuches ziehen ließen. Auch feine Fasern lassen sich zu schweren Tuchen verweben. Daher geben wir immer die Grammzahl des Tuchs je Meter an.
Worauf Sie beim Kauf eines Maßanzuges achten sollten
Leider müssen wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es viele Anbieter mit dem Qualitätsbezeichnungssystem für Anzüge aus Schurwolle nicht so genau nehmen. Bedauerlicherweise gibt es keine unabhängige Prüfungsinstanz mit entsprechenden Kontrollmöglichkeiten im Markt. Somit wird eine – kaum nachweisbare – falsche Super-Zahl häufig zu Marketingzwecken missbraucht. Wenn Sie also einem Etikettenschwindel entgehen wollen, sollten Sie unbedingt auch auf das Renommee der Weberei und die Herkunft des Tuches achten. Die Feinheit der Faser angegeben als Super-Zahl ist darüber hinaus bei weitem nicht das einzige Qualitätsmerkmal von Tuchen. Rohwollen können unterschiedliche Stapel-, also Faserlängen haben. Wie beim Wein gibt es auch bei der Wolle besonders gesuchte Herkunftsgebiete. So stehen z. B. Tasmanien für feine glatte Businesstuche oder die schottischen Hebrideninseln für Wollen, die zu rauem Tweed verarbeitet werden. Neben der Super-Zahl sollten Sie daher auf die Herkunft der Wolle, die Grammzahl pro laufenden Meter, Weber und Webart und nicht zuletzt natürlich auf den Fall und den „Griff“ des Tuches achten.







