Kaschmir
Kaschmir
Una mano incredibile
Sakkos, Blazer und Mäntel aus Kaschmir gelten als das feinste, was die Textilindustrie zu bieten hat. Dass diese edle Faser von einer recht struppigen Ziege stammt, mag man sich kaum vorstellen. Klingt das Wort „Kaschmir“ doch eher nach orientalischem Luxus als nach Ziege. Doch zunächst ist das Objekt der Begierde ein Ziegenhaar. Und zwar der weiche Flaum, der sich unter dem zottigen Deckhaar verbirgt. Wie eine Daunenweste schützt das Flaumhaar die Ziege gegen die kühlen Winter der Inneren Mongolei. Von hier stammen auch die feinsten Faserqualitäten. Aus der namensgebenden, aber krisengeschüttelten Region Kaschmir im Grenzland zwischen Indien, Pakistan und China kommt heute nur noch ein kleiner Teil des wertvollen Haars für unsere Maßbekleidung.
Kaschmir – das Gold der Ziege
Der Name und sein Mythos jedoch sind geblieben. Eine Kaschmir-Ziege kann nicht geschoren werden wie ein Schaf, denn ohne sein schützendes Vlies müsste das Tier erfrieren. Daher wird das Haar zum Ende des Winters ausgekämmt. Ernte: gerade einmal 150 Gramm pro Tier und Jahr. Die italienische Weberei Loro Piana gilt als weltweit größter Abnehmer für hochwertigen Roh-Kaschmir. Aber auch Ermenegildo Zegna und Scabal sind für ihre hervorragenden Kaschmir-Qualitäten bekannt.
Überzeugende Eigenschaften für die Maßkonfektion
Die Faszination der Menschen für diese teuren Stoffe ist kein Zufall. Kein anderes Tuch hat so vollendete Eigenschaften: Kaschmir-Stoffe bestechen durch ihren unnachahmlichen Schimmer, fühlen sich wunderbar weich an und sind trotzdem überaus angenehm und unempfindlich zu tragen. Extreme Feuchtigkeit mögen Kaschmir-Jacketts jedoch nicht. Wer bei Kaschmir nur an wollige und warme Tuche denkt, unterschätzt allerdings die Vielseitigkeit des Materials: Neben dem klassischen Kaschmir-Blazer und dem edlen Kaschmir-Mantel sind für die individuelle Maßkonfektion auch leichte, mit Baumwolle gemischte Sommerqualitäten erhältlich.





