Loro Piana

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Ing. Loro Piana

Una mano incredibile

Seit 1812 widmet sich das Unternehmen Loro Piana der Herstellung kostbarer Tuche. Die älteste Weberei entstand in Quarona im Valsesia, einem bewaldeten Tal zu Füßen der Voralpen, mit einem reichlichen Vorrat an Wasser, das unentbehrlich für die Behandlung von Wolle ist. Loro Piana gilt heute als der weltweit größte Weber und Händler von Kaschmir. Die Wolle, aus der diese edlen Stöffchen hergestellt werden, beziehen die Loro Pianas überwiegend aus der Mongolei, von den dort beheimateten Kaschmirziegen. Aus Peru stammt das begehrte Unterfell des peruanischen Vikunja, das Loro Piana zur Herstellung der edlen Vikunja-Tuche einsetzt.

In nunmehr sechster Generation wird das Unternehmen heute von den Brüdern Pier Luigi und Sergio Loro Piana geführt. Seit 1997 vergeben die Loro-Piana-Brüder in Neuseeland und Australien den heiß begehrten Weltwollrekord-Cup. Ziel des Wettkampfs: Möglichst dünne Schafshaare produzieren! Denn je dünner das einzelne Haar ist, umso mehr wärmt es seinen Träger. Anfangs lag die Messlatte für die feinste Merinowolle bei 15 Mikron (ein Mikron entspricht einem tausendstel Millimeter). Heute liegt der Rekord bei sensationellen 11,8 Mikron. Die weltweit erzielbare Wollmenge dieser Qualität reicht jedoch nur für rund 50 Anzüge pro Jahr und den Preis für dieses edle Tuch wollen wir Ihnen an dieser Stelle wohlweislich verschweigen.

Auch die anderen Qualitäten der italienischen Tuchdynastie zählen zum Besten, was auf diesem Planeten zu bekommen ist. Die Tasmanian-Tuche (R130 bis R133) möchten wir Ihnen besonders ans Herz legen: Der Tasmanian war die Antwort auf eine sehr einfache Frage: Was benötigt ein Mensch, der in einer klimatisierten Welt das ganze Jahr bei gleichen Temperaturen lebt und arbeitet? Luftige, leichte Anzüge, erkannten die Loro Pianas schon in den 1960er Jahren. Zur Herstellung von Schurwollstoffen, die diesen Anforderungen gerecht werden, verwendet Loro Piana die besonders feinen tasmanischen Merinowollen, die einen Durchmesser von nur 17,5 Mikron haben. Diese für alle Jahreszeiten geeigneten „gekämmten“ Stoffe zeichnen sich durch die Trageeigenschaften Bequemlichkeit, Leichtigkeit, Eleganz und ihre vielseitige Verwendbarkeit aus. Eine Insel und noch davor ein Seefahrer gaben dem Tasmanian seinen Namen: Südlich von Australien liegt die kleine Insel Tasmanien, die nach dem holländischen Forscher Abel Tasman benannt ist, der sie 1642 entdeckte. Erst 1820 wurden die Merinoschafe von den englischen Siedlern MacArthur und Cox eingeführt. Das hervorragende Klima, insbesondere in der Blue-Mountains-Region, erwies sich dabei als besonders günstig für die Saxon-Merinoschafe mit ihrer besonders feinen, von uns sehr geschätzten Wolle.