John Lobb

Ein Goldgräber unter den Schuhmachern



Der „Schuhmacher der Könige und König der Schuhmacher“, wie John Lobb genannt wird, eröffnete 1866 sein erstes Londoner Geschäft, und 1902 auch eines in Paris. Doch gründet sich die Tradition des Hauses auf eine tragische Situation: Denn bei einem Unfall brach sich der Farmersohn John Lobb ein Bein und blieb nach missglückter Operation behindert. Als Farmer nicht arbeitsfähig, erlernte er in London das Schuhmacherhandwerk. Er wanderte als Goldsucher nach Australien aus und baute den Gold-Digger-Kollegen Stiefel mit hohlen Absätzen, in denen sie ihre Nuggets verstecken konnten. Kein Wunder, dass er sich schon bald in Sydney als Schuhmacher einen Namen machte. Eine errungene Goldmedaille der Schuhmacherinnung brachte John Lobb auf ein wagemutiges Projekt: Selbstbewußt stellte er sich dem Prinzen von Wales vor und fertigte ihm ein Paar Reitstiefel, die er in die englische Heimat sandte. Dem Prinzen muss dieses Paar ausgesprochen gut gepasst haben, denn er machte ihn darauf hin zu seinem Schuhmacher. 1863 erhielt John Lobb das erste der mittlerweile drei „Royal Warrants“ (Prince of Wales, Duke of Edinburgh und Her Majesty the Queen). Als nach kriegerischen Wirren und Zeiten wechselnden Erfolges das Pariser Geschäft geschlossen werden sollte, erwarb Hermès 1976 die Rechte am Namen John Lobb und die Produktionsstätten der John Lobb Shoes – mit Ausnahme der Maßschuhwerkstatt in der St. James Street. Für sämtliche Beteiligten eine belle alliance: Hermes hat ein weltweites Vertriebsnetz für John-Lobb-Maß- und -Konfektionsschuhe aufgebaut, ein Urenkel des Gründers, John Hunter Lobb, sitzt heute im John Lobb betreffenden Aufsichtsrat von Hermès und cove&co bietet Ihnen die John-Lobb-Modelle aus Paris an.






Abbildung John Lobb